„Hool“ von Philipp Winkler – mehr als nur ein Schlägerroman

Philipp Winklers Debütroman „Hool“ erzählt die Geschichte des jungen Hooligans Heiko Kolbe, der sich durch den harten und dreckigen Alltag seines ganz persönlichen Absturzes quält. Der Roman hat es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 geschafft und wird von der Kritik bisher vor allem für seinen authentischen Einblick in eine sonst unzugängliche Welt gelobt. Dabei behandeln viele Rezensenten aber ein wichtiges Thema des Buches viel zu stiefmütterlich – „Hool“ ist ein Familiendrama aus der Sicht des wütenden jungen Mannes.

Die Clemens Meyer-Formel? Über Autorenmarketing und Aufregerthemen

Als Philipp Winkler zum ersten Mal seinen Debütroman „Hool“ vorstellte, ließen die unvermeidlichen Vergleiche mit Clemens Meyer nicht lange auf sich warten. Zugegeben – da gibt es schon einige Parallelen.

Clemens Meyer sprengte vor 10 Jahren mit „Als wir träumten“ eine deutsche Literaturszene, die sich prosaisch oft irgendwo zwischen Anwaltssohn und Philosophieabsolvent bewegte. Mit Meyer stand plötzlich einer im Mittelpunkt, der aus einem Leipziger Arbeiterviertel kam und seine Figuren auch so zur Sprache kommen ließ. Der über das Leben in den sozialen Brennpunkten schrieb und zwar nicht von oben herab, sondern aus der Innenperspektive. Meyer hatte damit nicht nur einen ganz besonderen Ton getroffen, der die deutsche Romanlandschaft ordentlich aufgewirbelt hat, sondern der sich obendrein auch noch wunderbar vermarkten ließ – mit echten Tattoos am Autorenarm, echter Leipziger Schnauze und allem Drum und Dran.

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http://postmondaen.net/2016/10/18/hool-von-philipp-winkler-mehr-als-nur-ein-schlaegerroman/

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