Ich spreche zu den Wänden

Berlin, 18. Oktober 2016. Miley Cyrus ist im Team Volksbühne. Beim Einlass läuft ihr Song We can’t stop. Darin heißt es: „Doing whatever we want / This is our house / This is our rules / And we can’t stop“. In der letzten Spielzeit Castorfs heißt es Abschied nehmen. Nach einem nostalgisch-schönen Marthaler folgt nun einer der besten Inszenierungen René Polleschs seit den Solo-Abenden mit Fabian Hinrichs. Es fehlte ihm zuletzt die Traurigkeit, die seinen Witz erst groß machen. Anders an diesem Abend.

It’s our party we can do what we want

Da hetzt mit Milan Peschel, Martin Wuttke und Trystan Pütter nicht nur ein fulminantes Trio in rotleuchtenden Jumpsuits über die Bühne. Da bringt nicht nur das routinierte Durcheinander der Gedanken, Unterbrechungen und abrupten Themen-Wechseln die Textberge zum Einsturz. Da taucht aus den Trümmern auch eine ganz reale Wehmut auf. Martin Wuttke stammelt in einem schmerzlich langen Monolog: „Auch, wenn das nicht ausgesprochen wird, gibt es hier eine Ebene der Auseinandesetzung, die ich aus keinem anderen Arbeitszusammenhang kenne (…) Das macht hier kein Einzelner und das macht auch kein Kollektiv. (…) Das wird nicht von mir getragen, ich kann das nicht mitnehmen, das ist dann einfach weg. Weg weg weg.“

Weiterlesen unter:

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13109:volksbuehnen-diskurs-teil-1-rene-pollesch-nimmt-in-berlin-abschied-vom-rosa-luxemburg-platz&catid=38&Itemid=40

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