Geld stinkt nicht

Johannes Naber lässt mit seiner Neuverfilmung von Wilhelm Hauffs „Das kalte Herz“ auf die einfachen Wurzeln des Kapitalismus blicken.

Das ist kein Märchen, wie man es einem kleinen Kind vorsetzen möchte. Wilhelm Hauffs Novelle „Das kalte Herz“ durchweht eine dunkle Stimmung, die noch einem Erwachsenen aufs Gemüt schlagen kann. Und trotz der bunten Tänze, die der Münchener Regisseur Paul Verhoeven 1950 in seiner Verfilmung für die Defa inszenierte, trug sie den düsteren Geist in sich. Johannes Naber, 1971 geboren, hat diesen Film studiert. Das ist in seiner Neufassung erkennbar. Naber verstärkt aber Hauffs gesellschaftspolitische Andeutungen so, dass sie gut auch in die Gegenwart passen.

Denn tatsächlich erzählte Hauff ja nicht nur ein romantisches Märchen, in dem Unglück in Glück verwandelt werden kann, aus einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat. Sein armer Köhler Peter Munk aus dem Schwarzwald trug durchaus berechtigt den Wunsch mit sich, einen angeseheneren Beruf zu erlangen, so wie die Glasbläser. Anfang des 19. Jahrhunderts, begann in deutschen Landen die industrielle Revolution. Der Beruf des Köhlers würde bald obsolet sein, ein Holzhändler wie Etzel, der die Schwarzwaldtannen bis nach Holland verkaufte, gewann schnell an Geld und Einfluss.

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http://www.fr-online.de/film/neu-im-kino—das-kalte-herz–geld-stinkt-nicht,1473350,34872330,view,asFirstTeaser.html

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