Reise in den Liebestod

Traurig und zugleich leicht. Der ZDF-Film „Schweigeminute“ über die Beziehung einer Lehrerin zu ihrem Schüler ist eine der besten Siegfried-Lenz-Adaptionen bisher.

Eigentlich schwere See auf dem Meer des Symbolischen. Das Objekt des erotischen Begehrens heißt Stella. Das bringt Sterndeuter in Wallung. Stella Petersen ist die neue Englischlehrerin, sie funkelt aus fortschrittlicher Welt in den Muff der späten Adenauer-Zeit. Er, der 18-jährige Christian, der erste Gymnasiast einer Familie an der Ostsee, die vom Steinefischen lebt. Das dient zur Küstensicherung. Die Weltläufige und der Einheimische werden was miteinander haben. Aber ach, das Meer und die Steine werden ihr Glück zerstören. Die Natur holt sich die flotte Seejungfrau zurück. Puh!

Schon rauscht es im Karton der alten Geschichten, es summen die bekannten TV-Narrative. Wird das Leiden des Thomas-Mann-Helden Tonio Kröger neu aufgelegt: die Qualen eines erotischen Losers, für den die „blonde Inge“ unerreichbar bleibt? Erleben wir eine Abrechnung mit der Gesellschaft, die eine Beziehung zwischen Schüler und Lehrerin nicht toleriert? Wohnen wir einem moralischen Strafgericht bei?

Weiterlesen unter:

http://www.zeit.de/kultur/film/2016-10/schweigeminute-film-siegfried-lenz-verfilmung

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