Die dreifache Lolita

Fabelhaft ist der Beginn, und dann fällt Regisseur Christopher Rüping zu Nabokov am Schauspiel Stuttgart dennoch einfach zu wenig ein.

Es fängt fabelhaft an und endet gut drei Stunden später in heilloser Beliebigkeit. Auch wer Christopher Rüping als Regisseur vertraut, weil er probiert, wagt, gewitzte Konzepte in sinnliches Theater setzen kann, steht diesmal vor einer Herausforderung. Rüping auch. Vladimir Nabokovs „Lolita“ ist am Schauspiel Stuttgart zu sehen, der Abend orientiert sich am Drehbuch – von Nabokov selbst für Stanley Kubrick geschrieben, von Kubrick hochgelobt und dann weitgehend ungenutzt. Flirrend abgeklärt geht es los: Irgendwo im Hintergrund findet eine Konzeptionsprobe statt und versuchen Regisseur und Dramaturg, Christopher und Bernd (Isele), zu vermitteln, worum es in „Lolita“ geht.

Natürlich löst schon das Wort „Liebesbeziehung“ scharfen Widerspruch im Ensemble aus, man hört es maulen und grummeln. Natürlich gibt es sodann die übliche Befremdung und Enttäuschung über die Besetzung, die erst auf Nachfrage bekanntgegeben wird. Ein Himmelfahrtskommando offenbar und das auf einem Minenfeld, aber jetzt denkt man noch, dass Rüping genau damit etwas vorhaben wird, etwas Präzises, mag es noch so ergebnisoffen sein.

Weiterlesen unter:

http://www.fr-online.de/theater/-lolita–in-stuttgart-die-dreifache-lolita,1473346,34922286,view,asFirstTeaser.html

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