Drei Amigos auf der Couch

Theater René Pollesch bedient mit „Volksbühnen-Diskurs“ das Wir-Gefühl des Publikums

Die drei Amigos tragen Strampelanzüge. Eben hat sie ein Kran auf die Bühne gehievt, nun klettern sie in Cowboystiefeln an Stellwänden herum. Natürlich wird geraucht, natürlich spricht René Polleschs Textflächen-Dreifaltigkeit bestehend aus Martin Wuttke, Milan Peschel und Trystan Pütter in Wiederholungen und Versprechern, souffliert von einer Dame in Weiß-Gold.

Das Subjekt empfängt das Sprechen, Pollesch ist mal wieder ganz beim Psychoanalytiker Jacques Lacan. Alles an ihrer Situation empfinden die Figuren als durcheinander: die Kostüme, das Bühnenbild – alles falsch! Die eigenen Körperteile – vertauscht! „Du hast doch meinen Hintern!“, ruft Martin Wuttke Milan Peschel zu. Aus zwei Teilen besteht Polleschs neue Kreation Diskurs über die Serie und Reflexionsbude, (Es beginnt erst bei Drei), die das qualifiziert verarscht werden great again gemacht hat etc. Kurz: Volksbühnen-Diskurs. Und auf dieser psychoanalytischen Bühne geht es, insofern man das bei Pollesch überhaupt sagen kann, um Reden und Verstehen.

Weiterlesen unter:

https://www.freitag.de/autoren/mhassenkamp/drei-amigos-auf-der-couch

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