Diese leichte Übelkeit der Seele

Das Rijksmuseum Amsterdam zeigt erstmals die Bildwelt des visionären Künstlers Hercules Seghers.

Das Mysterium durchzieht zehn Säle. Die Wände im Philips-Flügel des Amsterdamer Rijksmuseums tragen sanftes Grau und Anthrazit. Auf diesem alle Unwesentliche schluckenden Hintergrund reiht sich, was den Kosmos des niederländischen Zeichners und Malers Hercules Seghers, geboren 1589 oder 1590 in Haarlem, gestorben vermutlich 1639 nach einem Treppensturz im betrunkenen Zustand, ausmacht: gespenstische Idyllen, Einsamkeit, Fremdheit, reizbeladene Innenschau, Abenteuer im Abgründigen.

Auf den teils winzigen, bisweilen auch wie unvollendet kolorierten Radierungen sieht man – und fast sollte man eine Lupe benutzen – Ruinen, krude Gebirge, Wüsteneien. Da ragen abgestorbene Baumstämme und Äste ins Bild, schroffe, karstige, wie zerbröselnde Felsen. Da quellen Laubbäume und Gräser auf wie zu einer wabernden, dann lavaähnlich erstarrten Masse. Unvermittelt dringt die Takelage eines Schiffs durchs Himmelsblaugrau über einer Landschaft am Amstelfluss.

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http://www.fr-online.de/kunst/rijksmuseum-amsterdam-diese-leichte-uebelkeit-der-seele,1473354,34934832,view,asFirstTeaser.html

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