Castros Revolution

Dokumentarfilm Fidels Nichte kämpft für Geschlechtsumwandlung in „Transit Havanna“

Der revolutionäre Weltprozess brachte für die Emanzipation sexueller Minderheiten selten Fortschritt. So folgte nach der Oktoberrevolution auf eine kurze euphorisch befreite Phase schnell sexualpolitische Erstarrung. Und in der DDR gelang die Legalisierung der Homosexualität bekanntermaßen früher als im Westen, fand aber keinen Widerhall in entsprechender kultureller Akzeptanz. Vor diesem historischen Hintergrund ist es bemerkenswert, dass in Kuba nach langen Jahrzehnten der Verfolgung und „Umerziehung“ von Schwulen und Lesben seit einiger Zeit eine Frau aus dem engsten Führungszirkel den Kampf für sexuelle Emanzipation und LGBT-Rechte zu ihrer Sache macht.

Mariela Castro, Nichte von Fidel, weil Tochter von Staatschef Raúl und Vilma Espín, der einstigen Präsidentin der Frauenorganisation, leitet seit 1990 das Nationale Zentrum für sexuelle Aufklärung CENESEX. Dort kämpft sie mit einiger Energie für die Anerkennung sexueller Minderheiten als „kulturelle Bereicherung“ und „Stärkung unseres revolutionären Prozesses“ – ein Gesetz zur Legitimierung homosexueller Partnerschaften durchs Parlament zu bringen, gelang ihr bisher nicht. Mehr Erfolg hatte Castro mit einem Programm zur medizinischen Geschlechtsumwandlung für Transsexuelle, das seit 2008 in einer staatlichen Klinik durchgeführt wird.

Weiterlesen unter:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/castros-revolution

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