Dieser einzigartige Triller

Musik Der junge Pianist Adam Laloum bringt den Einbruch des Geheimnisvollen in Schuberts letzter Sonate zu Gehör

Zwei Klavierwerke von solchem Format vereinigt zu sehen, ist eine Freude. Und auch das Spiel des jungen Interpreten Adam Laloum, der an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater studiert, hört man gern an. Franz Schuberts B-Dur-Sonate (1828) und Robert Schumanns Davidsbündlertänze (1837) sind ein sehr anspruchsvolles Programm. Dabei fordert Schuberts letzte Sonate keine virtuose Brillanz heraus, eher muss sich der Interpret auf ihre Hintergründigkeit einen Reim machen. Kein Werk kann die Romantik besser repräsentieren als dieses.

„Indem ich dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Sinn gebe, so romantisiere ich es“, schrieb Novalis. Gewöhnlich ist das bezaubernde Lied, mit dem die Sonate anhebt, zwar nicht. Doch wie so vieles, was man von Schubert kennt, klingt es so natürlich und so wahr, dass man sich einbildet, es immer schon gekannt zu haben. Mit seiner traurigen, aber klaglosen Gefasstheit ist es von der Aufgewühltheit beethovenscher Musik so entfernt wie nur möglich. Doch endet es fragend, und dann erscheint jener seltsame leise Triller in allertiefster Lage, der dieses Werk in der Klavierliteratur einzigartig macht. Was will er uns sagen?

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https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/dieser-einzigartige-triller

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