Des Champagners überdrüssig

Orpheus in der Unterwelt – Armin Petras inszeniert die Offenbach-Operette an der Stuttgarter Staatsoper

Stuttgart, 4. Dezember 2016. Wie André Jung als Hans Styx verliebt um Eurydike herumtänzelt, mit verdrehter, oft falscher Grammatik ein Höchstmaß an bezirzender Höflichkeit zusammenstammelt: Das ist lustig. Auch wie er in seinem Couplet „Als ich noch Prinz war in Arkadien“ – mit sehr hohem Zylinder und langen grauen Haarsträhnen – dieses „Arka … ha-ha-ha-ha-ha-ha … dien“ heiser und kurzatmig singend in die Länge zieht, bringt eine Menge Lacher. Die Komik, die Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ fordert, muss man eben können. Und André Jung ist ein brillanter Schauspieler, der improvisieren kann.

In Armin Petras‚ Inszenierung von Offenbachs „Opéra bouffe“, die jetzt an der Stuttgarter Staatsoper Premiere hatte, sind die gesprochenen Dialoge ansonsten die große Schwäche. Petras hat die Texte selbst bearbeitet, aber nicht wirklich lustig in Szene setzen können. Die Dialoge wirken oft steif, vieles bleibt Rampen- und Stehtheater. Mit dem Stuttgarter Opernchor, der eigentlich für seine Spielfreude berühmt ist, weiß Petras nur wenig anzufangen.

Weiterlesen unter:

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13361:orpheus-in-der-unterwelt-armin-petras-inszeniert-die-offenbach-operette-an-der-stuttgarter-staatsoper&catid=38&Itemid=40

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Darstellende Künste abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s