Jonah und die Männlichkeit der hohen Töne

Da stand ein attraktiver, bärtiger Mann auf einer Konzertbühne und sang. Das war es zumindest, was ich sah. Was ich aber hörte, passte einfach nicht ins Bild – will sagen, nicht in „mein Bild“ von einem attraktiven, bärtigen Mann.

Die glockenklare, hohe Stimme war berührend, überirdisch und eben darum im Gesamteindruck ein wenig verstörend. Ich schüttelte die Fernbedienung – aber der Fernseher schien in Ordnung.

Natürlich weiß ich, dass auch Jungs ganz beeindruckend hoch singen können. Mein Neffe Jonah beispielsweise rührt mit seiner reinen, engelsgleichen Intonation des „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber seine Zuhörer regelmäßig zu Tränen, mich eingeschlossen.

Schade ist ja nur, dass diese sphärenhafte Gabe ein natürliches Verfallsdatum hat. Denn mit Einsetzen des Stimmbruchs wird den jungen Künstlern das kostbare Geschenk auf unsanfte und fast groteske Weise wieder entrissen.

Weiterlesen unter:

http://www.geht-das-auch-nett.de/2016/12/jonah-und-die-maennlichkeit-der-hohen-toene/

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Musik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s