Unerbittliche, tadellose Geisterreihen

Flucht ist zwecklos: Das Jakobson-Ballett tanzt in Frankfurt eine traditionelle, aber liebevoll gepflegte „Giselle“.

Ein Museumsstück ist „Giselle“, wie es vom „St. Petersburger Staatsballett von Leonid Jakobson“ getanzt wird, aber ein liebevoll gepflegtes und sehr ansehnliches Museumsstück. Die 1841 uraufgeführte Choreografie von Jean Coralli und Jules Perrot mit der Musik Adolphe Adams wurde bald aufgehübscht, unter anderen 1887 von Marius Petipa. Offenbar ließ erst er die Schar der Wilis geschlossen auf Spitze tanzen. Die ehemalige Kirow-Primaballerina Irina Kolpakowa hat eine Rekonstruktion der Fassung von Coralli und Perrot, dazu Petipa versucht (Premiere war 2012), das sieht plausibel und auch elegant aus.

Auf Einladung des Hessischen Staatsballetts gastiert das Ensemble, gegründet von dem 1904 geborenen, 1975 verstorbenen Choreografen Leonid Jakobson, jetzt mit dem „Nussknacker“ und einer „Ballett-Gala“ im Rhein-Main-Gebiet. Ein Sponsor hatte außerdem dafür gesorgt, dass in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst „Giselle“ zu sehen war. Kein besonders guter Aufführungsort dafür: das begleitende Akademische Sinfonieorchester Lemberg muss, mit Mikrofonen, zwischen Rampe und ersten Zuschauerreihen untergebracht werden, die Bühne ist trotzdem nicht sehr tief. Und das Jahrhunderthallen-Publikum, wo meist Flach- und Krachunterhaltung stattfindet, ist sichtlich nicht gewöhnt, stillzusitzen und die Handys und den Applaus mal stecken zu lassen.

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http://www.fr-online.de/theater/-giselle–in-frankfurt-unerbittliche–tadellose-geisterreihen,1473346,35032296.html

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