Toni Morgenröte

Bilanz Zwischen Filmwirtschaft, Feuilleton und dem interessierten Kinogänger: Die Wahrheit ist aufm Platz oder die Zahlen des Jahres

Die Frage, was vom Kino bleibt, ist eine der Perspektive. Beliebt ist, sich am Jahresende zu erinnern; Kritikerinnen tun das in veröffentlichten Listen, wohingegen Charts die Filme nach Zahlen sortieren. Der Ton von Bilanzen, die sich an die Filmwirtschaft wenden, unterscheidet sich folglich von so was wie dem Feuilleton, das natürlich auch eine heterogene Angelegenheit ist. Und irgendwo dazwischen steht die interessierte Kinogängerin und versucht sich zu verorten mit dem eigenen Geschmack.

Für das deutsche Kino hielt das Jahr 2016 den seltenen Fall parat, dass mit Maren Ades Toni Erdmann (Freitag 28/2016) ein Film im Programm auftauchte, auf den sich alle einigen konnten. Eine Vater-Tochter-Geschichte, die zugleich darüber handelt, wie sich das abstrakte Wissen um globale Ungerechtigkeit in konkrete Lebensentwürfe integrieren lässt (was der Film aber viel direkter vermittelte, als dieser Satz es tut), eine Komödie, die ihren Humor auf eine sehr besondere Weise einsetzt – kurz, ein Film, der nicht leicht in Schubladen ablegbar oder über die Ähnlichkeitsindices des Internets („Wenn Ihnen X gefällt, könnten Sie auch Y mögen“) zu verlinken ist.

Weiterlesen unter:

https://www.freitag.de/autoren/mdell/toni-morgenroete

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