„Man muss dem eigenen Betrieb gegenüber kritisch sein“

Kasper König, Leiter der Skulptur-Projekte Münster, zählt zu Deutschlands wichtigsten Kuratoren. Ein Gespräch zum Super-Ausstellungsjahr 2017 über Autonomie und Ökonomisierung der Kunst.

Herr König, 2017 ist das Superkunstjahr mit Documenta, Biennalen in Venedig, Istanbul und Lyon, nicht zuletzt die Skulptur-Projekte in Münster. Geht es noch um Kunst oder werden nur Events abgehakt?

Ich sehe darin kein Überangebot. Momentan erleben wir prekäre, ideologische Zuspitzungen via Religion, via Vorurteile. Wir sollten die Kunst als Transmissionsriemen in Anspruch nehmen, um die Komplexität der Welt zu feiern und nicht, um zu vereinfachen. Kunst hilft zu differenzieren. Mit den Skulptur-Projekten, die ja nur alle zehn Jahre stattfinden, befinden wir uns da in einer besonderen Situation. Die eingeladenen Künstler suchen sich einen Standort in der Stadt und realisieren ihre Vorstellungen – unter einer Bedingung: Das Werk soll nicht gemacht werden, um zu bleiben. Die Ausstellung ist kein Showroom. Es gibt keine Auftragsarbeiten, keine Kompromisse, keine Künstler, die nur ihre Duftmarke abgeben nach dem Motto: Das ist ein Jeff Koons, das ein Ohweiohwei.

Weiterlesen unter:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/kasper-koenig-im-interview-man-muss-dem-eigenen-betrieb-gegenueber-kritisch-sein/19224928.html

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