Kann süchtig machen

Einstein on the Beach – Kay Voges inszeniert in Dortmund die Oper von Robert Wilson und Philip Glass

Dortmund, 23. April 2017. Oper? Eher nicht. Die Minimal Music basiert auf der quasi unendlichen Fragmentierung und Wiederholung relativ einfacher Klangfolgen. Die Musik treibt nicht nach vorn, entwickelt sich nicht, scheint auf der Stelle zu treten. Was nicht heißt, dass die so produzierten „durchschaubaren“ Klangwellen den Hörer schnell ermüden würden. Im Gegenteil: Je länger man zuhört, desto betörender ist die Wirkung.

Erzählt wird in „Einstein on the Beach“ nichts. Der Fragmentierung der Melodien entspricht die Fragmentierung des Sinns – wie in dem wirren Monolog des Lucky in Becketts „Warten auf Godot“, der hier in Dortmund auch zitiert wird. Die Re-Inszenierung des Opus magnum von Robert Wilson und Philip Glass aus den siebziger Jahren durch Kay Voges ist jedoch selbst nicht einfach ein kulturgeschichtliches Zitat, sondern – darin allerdings der Original-Inszenierung von Robert Wilson ähnlich – ein nahezu perfekter Theaterabend; vielleicht auch deshalb, weil hier rein gar nichts stört, keine Story, keine Botschaft, keine Ideologie, kein Überschuss an Kunstwillen…

Weiterlesen unter:

https://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13897:einstein-on-the-beach-kay-voges-inszeniert-in-dortmund-die-oper-von-robert-wilson-und-philip-glass&catid=38&Itemid=40

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